Vier Anforderungen für erfolgreiche Kommunikation

Wer im Umgang mit Medienvertretern versiert ist, beherrscht in der Regel auch die Kommunikation beispielsweise mit Mitarbeitern, Kunden und anderen Gesprächspartnern. Deshalb sind Medientrainings immer auch Kommunikationstrainings – und umgekehrt. Die Grundregeln dafür sind einfach, ihre Umsetzung aber hat es oft in sich.

Journalisten sind dankbar dafür, wenn ihr Gegenüber aus Politik oder Wirtschaft in Gesprächen auf drei Dinge achtet:

  • Verständlichkeit, also Verzicht auf Fremdworte und Jargon,
  • Kürze, d.h. Verzicht auf Schachtelsätze und Endlos-Kommentare, die nicht auf den Punkt kommen,
  • Klarheit, also eindeutige Aussagen, Botschaften und Fakten.

Gerade Journalisten benötigen kurze Sätze für treffende Zitate, was sowohl für Print- als auch für TV- und Radio-Medien gilt. Jargon und Fremdworte sind für Fachmedien geeignet, aber nicht für Tageszeitungen und Publikumsmedien, die sich an ein breites Auditorium richten. Klarheit wiederum erleichtert die Berichterstattung und erspart Spekulationen, wobei das Verunklaren von Positionen in bestimmten politischen Situationen zum kommunikativen Handwerkszeug gehört.

Verständlichkeit, Kürze und Klarheit ziehen sich wie ein roter Faden durch jedes erfolgreiche Medien- und Kommunikationstraining, das inhaltlich individuell auf jeden Auftraggeber abgestimmt sein muss. Wer mit diesen Techniken umgehen kann, beherrscht auch schwierige Gesprächssituationen, ganz gleich ob mit Journalisten oder einem kritischen Betriebsrat.

Eine vierte Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation kommt bei vielen Trainings zu kurz: die Wahrnehmung, d.h. sich also selbst einmal durch die Augen des Gesprächspartners zu betrachten. Die Kamera ist ein Hilfsmittel, um diese Technik zu erlernen. Warum ist diese Fertigkeit so wichtig? Wem es gelingt, die Perspektive des Gegenübers einzunehmen,

  • dem fällt es leichter, sich in schwierigen Situationen zu behaupten, beispielsweise in der Krisenkommunikation, denn er weiß, wie sein Gesprächspartner tickt,
  • der wittert nicht hinter jeder kritischen Frage eine böswillige Absicht oder einen Angriff auf die eigene Person und bleibt daher souverän,
  • der kann sich sprachlich und inhaltlich leichter auf den Gesprächspartner einstellen und die eigene Botschaft transportieren.

Weitere Informationen über Kommunikations- und Medientraining finden Sie hier und zur Krisenkommunikation hier.